Die folgenden Angaben basieren auf veröffentlichten Studien, Registerdaten und internationalen Leitlinien (z. B. NICE, Cochrane
Reviews).
Die tatsächlichen Risiken können je nach individueller Situation, Anatomie und Begleiterkrankungen variieren.
Krampfader-Behandlung auf Basis von Kochsalzlösung
Typische Anwendung: wird von spezialisierten Anbietern als alternative Sklerosierungsmethode eingesetzt
Häufige Nebenwirkungen:
- Krämpfe oder Brennen während der Injektion (die Ausprägung wird individuell sehr unterschiedlich empfunden)
Gelegentliche Nebenwirkungen:
- Hautverfärbungen: ca. 10–30%
- lokale Entzündungsreaktionen
Seltene, aber relevante Risiken:
- Gewebeschädigung / Hautnekrose bei Fehlinjektion (selten, aber potenziell schwerwiegend)
- Nervenreizungen oder -schäden (selten)
Mögliche Folgeschäden:
- Narbenbildung, wenn Kochsalz ins umliegende Gewebe gelangt
- länger anhaltende Schmerzen (selten)
Todesfälle:
- keine belastbaren systematischen Daten; grundsätzlich gelten die seltenen thromboembolischen Risiken der Sklerotherapie
Operative Verfahren (Stripping / Crossektomie)
Häufige Nebenwirkungen:
- Blutergüsse, Schmerzen, Wundheilungsstörungen
Gelegentliche Risiken:
- Nervenverletzung: bis ca. 14%
(häufig vorübergehend, teilweise dauerhaft)
Seltene, aber relevante Komplikationen:
- Tiefe Venenthrombose: ca. 0,5%
- Lungenembolie: ca. 0,06–0,1%
- Infektionen: <1–2%
Mögliche Folgeschäden:
- dauerhafte Sensibilitätsstörungen
- Narbenbildung
- chronische Beschwerden nach Thrombose
Todesfälle:
- etwa 0,006–0,01% (meist im Zusammenhang mit Lungenembolie)
Endovenöse thermische Verfahren (Laser / Radiofrequenz)
Typische Anwendung: Stammvenen (z. B. Vena saphena magna)
Häufige Nebenwirkungen:
- Schmerzen, Blutergüsse, Verhärtungen entlang der Vene (häufig, meist vorübergehend)
Gelegentliche Risiken:
- Nervenreizung / Taubheitsgefühl: ca. 0,3–5%
(meist reversibel, selten dauerhaft)
Seltene, aber relevante Komplikationen:
- Tiefe Venenthrombose: ca. 0,3–1%
- Lungenembolie: ca. 0,03–0,1%
- Hautverbrennung: <1%
Mögliche Folgeschäden:
- anhaltende Sensibilitätsstörung (selten)
- postthrombotisches Syndrom (sehr selten)
Todesfälle:
- extrem selten; Einzelfälle im Zusammenhang mit Lungenembolie beschrieben
Schaumsklerosierung (Verödung mit zugelassenen Sklerosierungsmitteln)
Typische Anwendung: Seitenäste, kleinere Varizen, Rezidive
Häufige Nebenwirkungen:
- Hautverfärbungen (Hyperpigmentierung): ca. 10–30%
- feine Gefäßneubildungen (Matting): ca. 15–25%
Gelegentliche Risiken:
- oberflächliche Venenentzündung: ca. 1–10%
- vorübergehende Sehstörungen / Migräneartige Symptome: ca. 1–14%
Seltene, aber relevante Komplikationen:
- Tiefe Venenthrombose: ca. 0,02–0,6% (bis ~3% bei systematischer Ultraschallkontrolle)
- Schlaganfall: ca. 0,01%
- allergische Reaktionen: ca. 0,6%
Mögliche Folgeschäden:
- dauerhafte Hautverfärbung
- neurologische Ausfälle (sehr selten)
- chronische Beschwerden nach Thrombose (selten)
Todesfälle:
- extrem selten; Einzelfälle (z. B. durch Lungenembolie) beschrieben
Wichtiger Hinweis: Keine der genannten Methoden ist risikofrei. Die Wahl der geeigneten Behandlung sollte immer auf
Basis einer individuellen Diagnostik und Beratung erfolgen.
Quellen (Auswahl – Stand 2026)
- NICE Guideline CG168 – Varicose Veins (aktualisierte Fassung)
- Cochrane Reviews zu endovenösen Verfahren und Sklerotherapie
- Phlebolymphology: Komplikationen der Sklerotherapie
- Registerdaten und systematische Reviews zu EVLA/RFA
- Fachliteratur zu chirurgischer Varizenbehandlung