Dieses Verfahren wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Venenspezialisten und Dermatologen Paul Linser (1871–1963) an der Universität Tübingen entwickelt.
Sein Schüler, der spätere Arzt Max Otto Bruker (1909–2001), wandte die Methode über viele Jahre in seiner Praxis an und trug zu ihrer weiteren Verbreitung bei.
In der Folge wurde das Verfahren von dem Allgemeinmediziner Sundaro Köster weiterentwickelt und angepasst. Ziel dieser Weiterentwicklungen war es, die Behandlung möglichst schonend zu gestalten und zugleich zuverlässige Ergebnisse zu erzielen.
Die Entfernung von Krampfadern mittels Kochsalzlösung ist ein kurzer, ambulanter Eingriff, der in der Regel nur wenige Minuten dauert. Dabei wird eine konzentrierte, sterile Kochsalzlösung gezielt in die betroffene Vene injiziert.
Durch diese Behandlung reagiert die Innenwand der Vene, sie schwillt an und verschließt sich dauerhaft. Auf diese Weise wird die erkrankte Vene stillgelegt und kann ihre Funktion nicht mehr erfüllen.
Im weiteren Verlauf wandelt sich die verschlossene Vene in einen Bindegewebsstrang um und wird vom Körper nach und nach vollständig abgebaut.
Das Verfahren liefert sowohl medizinisch als auch kosmetisch überzeugende Ergebnisse. Gleichzeitig profitieren Patientinnen und Patienten von einer kurzen Erholungszeit und einer deutlichen Linderung der Beschwerden.
Bei dieser Methode ist weder eine Voll- noch eine Teilnarkose erforderlich. Meist kann der Eingriff ohne zusätzliche Schmerzmedikation durchgeführt werden. Dadurch entfällt das Risiko, das mit Narkosemitteln verbunden sein kann; individuelle Unverträglichkeiten können jedoch – wie bei jeder medizinischen Behandlung – nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Die Erholungszeit ist üblicherweise kurz, sodass Patientinnen und Patienten ihre gewohnten Alltagsaktivitäten häufig zeitnah wieder aufnehmen können.
Das Anlegen von Kompressionsverbänden oder das Tragen von Stützstrümpfen ist in der Regel nicht notwendig und wird individuell entschieden.
Die Nachbehandlung wird durch kühlende Salben sowie Umschläge unterstützt.
Bei ausgeprägten Krampfadern oder Befunden können mehrere Behandlungssitzungen erforderlich sein, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Krampfadern können den Rücktransport des sauerstoffarmen Blutes zum Herzen beeinträchtigen und sowohl medizinische als auch kosmetische Beschwerden verursachen.
Unter normalen Bedingungen sorgen die Venenklappen gemeinsam mit der sogenannten Muskelpumpe dafür, dass das venöse Blut entgegen der Schwerkraft aus den Beinen zurück zum Herzen transportiert wird.
Bei Krampfadern ist diese Funktion gestört. Es kann zu einem Rückstau des Blutes in den Beinen kommen, was Schwellungen und Beschwerden verursacht. Typische Symptome sind ein Schwere- und Spannungsgefühl, Schmerzen – insbesondere im Wadenbereich –, nächtliche Wadenkrämpfe oder Juckreiz.
In manchen Fällen können Entzündungen der Venen auftreten, beispielsweise im Zusammenhang mit Thrombosen oder kleineren Verletzungen. Im fortgeschrittenen Stadium kann sich ein sogenanntes Unterschenkelgeschwür („offenes Bein“) entwickeln.
Erste Anzeichen sind häufig Hautveränderungen im Bereich der Unterschenkel, wie eine bräunlich-gelbliche oder bläuliche Verfärbung (Hyperpigmentierung). Hinzu können entzündliche Veränderungen wie Rötung, Überwärmung und Schmerzen kommen.
Aus diesen Gründen ist das Krampfaderleiden (Varikose) nicht nur ein ästhetisches, sondern auch ein medizinisch relevantes Krankheitsbild. Ob und welche Behandlung sinnvoll ist, sollte individuell ärztlich abgeklärt werden.
Akute tiefe Venenthrombose (TVT)
Akute Entzündung der Krampfadern und Venen
Akute fieberhafte Infekte
Akute rheumatische Entzündung
Entzündliche Erkrankungen im Umfeld der Krampfadern
Einnahme von Blutverdünnern (es gibt Ausnahmen, die besprochen werden müssen)
Lymph- und Lipödeme, wenn sie sehr ausgeprägt sind
Neuropathien (Gefühlsstörungen)
APC-Resistenz (je nach Art und Ausprägung)
Schlechter Allgemeinzustand
Schwangerschaft
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